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Fahrplanauskunft der Bahn

Meine Freundin war am Wochenende da, und da sie zum herkommen die Post-Kyrill-Zeit gebucht hatte hatten wir beide die große Freude mitzubekommen, wie doch arg planlos die Bahn dabei war, das chaos vom Donnerstag Abend wieder wettzumachen.
Ich war also am Bahnhof um anzufragen, ob ihre Fahrtstrecke inzwischen wieder frei sei. Der nette Bahnmitarbeiter sagt mir daraufhin, dass das im Moment nicht so wichtig sei, weil alle Züge so weit umgeleitet würden, dass sie wenigstens irgendwie ankämen – und frug, ob ich denn die Zugnummer habe. Die hatte ich natürlich am Start – er tippt die in so einen Computer ein, und Sekunden später sieht er den gesamten Haltverlauf dieses Zuges inklusive minutengenauer geplanter Ankunftszeit, voraussichtlicher Ankunftszeit, und zwei Klicks später die Bahnhofstafel des Zielbahnhofs inklusive aller derzeit bekannten Verspätungen und der Möglichkeit das nach geschätzten Ankünften und Abfahrten sortieren zu lassen.
Ich war – und bin – als Kunde indigniert: Wieso – zur Hölle – kann die Online-Fahrplanauskunft das nicht?! Es ist doch ein einfaches Prinzip: Wenn Daten irgendwo in einem Computer vorgehalten werden, dann kann man auch ALLES damit machen. Das hätte mir die Fahrt zum Bahnhof erspart, und meiner Freundin viel gehadere und gehetze. Stattdessen hat die Bahn die alte “Aktuell”-Statusanzeige, die wenigstens die Züge der nächsten 30 Minuten anzeigen konnte, rausgenommen, und die Kyrill-Notrufhotline da hingeschrieben, auf der natürlich nur auf 10 Operator etwa 93 Millionen Anrufe pro Stunde gehen. To-tal super, Deutsche Bahn.

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