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Deutsche Autobahnen – Teil 2

Letzte Woche war ich, wie schon geschrieben, 2100 Kilometer unterwegs. 600 davon waren Standard auf A2/A7. Aber der Rest lief über andere Fahrwege – wovon ich berichten mag.

Ich fahre ja gerne schnell. Und da (im ersten Sprung) 650 Kilometer zu erledigen waren habe ich gleich mein zweites Lieblingsfahrtthema einbezogen – Nachts fahren -  und bin um 24 Uhr losgefahren. A2 bis Kreuz Bielefeld – das kenne ich ja schon. Die ist recht gut ausgebaut, geht weitestgehend gradeaus – was soll man sagen. Dann A33 bis zum Anschluss an die A44 – schön gelegen, auch eine “wenig befahrene Nebenstrecke”, ein paar relativ sinnlose Tempolimits für jeweils so 200 Meter. Die A44 wird dann schon deutlich bergiger, ich glaube da liegt auch der Übergang von NRW nach Hessen. Auch soweit prima ausgebaut, allerdings am Ende der Strecke mit einem ziemlich gemeinen, fest eingebauten beidseitigen Blitzer in einer 80er-Zone am Ende eines gefühlt achtzig Kilometer langen Auslaufs. Aber ich bin nicht reingerannt. Hah.
Dann kam die A7. Die kannte ich bis dahin nur aus dem Stück von Hamburg bis Hannover-Nord, wo sie ja echt ganz gut geht. Schön grade, weite Kurven, kaum Berge.. eine Strecke wie man sie will. Kurz hinter Kassel hat man aber mehr das Gefühl, man habe eine Berg&Tal-Bahn bauen wollen. Und das ohne Tempolimit, was ich noch weniger verstehe. Normal sind solche Kurven auf gefühlte 12 runtergebremst, und vor allem dann noch so unübersichtliche. Und rauf und runter.. ich bin freiwillig kaum schneller als 140 gefahren, weil das GING einfach nicht. Bei Schnee und Eis muss das da die Hölle sein, ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Naja. Auf dem halben Weg nach Würzburg ist es damit dann so plötzlich vorbei, wie es kam, und die A7 wird zu einer richtigen Rennstrecke. Ich hatte schon frühzeitig beschlossen danach nicht die A3/A9 zu nehmen, sondern die A7 durchzufahren, und dann die A8 langzureiten. Eine sehr gute Entscheidung. Es war sehr leer, und auch ein wenig langweilig auf der Straße, aber ich habe ein riesiges Stück in null Zeit zurückgelegt. Naja, und dann die A8 – da wurde es dann ganz langsam schon etwas heller draußen, und die ganzen Augsburger sind nach München zur Arbeit aufgebrochen, entsprechend war die Straße sehr voll. Aber es lief gut. Und schließlich, Destiny: Kreuz Eschenried, in unter 5 Stunden. YAY! Der Rest lief einfach, A99 bis Nord, A9 bis Garching, und da dann raus.

Auf dem Rückweg haben wir leicht variiert, und sind gleich über die 9 und 3 gefahren, und dann auch tagsüber. Einerseits wollte ich wissen, ob meine Vorurteile gerechtfertigt waren (waren sie), und andererseits ist die A8 auf dem gesamten Stück bis Elchingen (immerhin über 100 km) tagsüber 120, was ich sehr schwierig finde. Und zweispurig ist sie auch, und irre viel Verkehr ist da auch. Also keine gute Wahl. Die 9 und 3 waren aber auch nicht viel besser, sehr dichter und langsamer Verkehr, ekliger Autobahnverlauf.. allsowas.
Tagsüber macht das komige Stück auf der A7 übrigens einen besseren Eindruck, die Kurven sind weniger eng – und diesmal habe ich auch die Tempolimits gesehen. Und insgesamt 5 Stunden 20 Minuten. Seltsamerweise war ich auf dem Rückweg, obwohl weniger ausgeruht, vollgefressen, mit zu enger Hose, und tagsüber in der Hitze sehr viel besser dran, als auf dem Hinweg.
Ja, und so war das. Gesamt etwa 1300 Kilometer in rund 10 Stunden. Auch wenn meine Freundin einwand, dass sie das auch so hingekriegt hat, ich bin recht stolz auf einen Schnitt von 130. Teilweise wäre noch etwas mehr drin gewesen, vor allem auf dem Hinweg hätte ich eine Pause wegsparen können. Aber das wären auch nur 20 Minuten gewesen, also was solls.

1 Kommentar

  1. Toni

    “Ich hatte schon frühzeitig beschlossen danach nicht die A3/A9 zu nehmen, sondern die A7 durchzufahren, und dann die A8 langzureiten.” Ein Cowboy auf weiter Flur. *g* “Tagsüber macht das komige Stück auf der A7 übrigens einen besseren Eindruck” *komig guck*

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