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Öffentlich und rechtlich fernes sehen.

Möglicherweise liegt es an einem mit zunehmender Veralterung einkehrenden Qualitätsbewusstsein, oder einfach am zunehmenden Verfall von Moral, Sitte und Kapitalisierungshemmschwelle: Mir gefallen sukzessive die Dinge, die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten anrichten, angesichts der privaten Alternativen besser.

Im Radio-Bereich hatte ich mit den privaten schon lange abgeschlossen. RPR 1, mein Haus- und Hof-Sender, hat seine Seele an die 49 Cent-Nummern verkauft, da SWR 3 bezüglich Moderatorencoolness nie so ganz mithalten konnte konnte musste zur Entwicklung meiner differenzierten Meinung erst das Internet den Livestream erfinden. Seither vertrete ich grundlegend die Ansicht, dass man nicht nur Kacke machen muss, wenn man powered by Gesetz ist.
Im Fernsehbereich bin ich da weniger eindeutig ausgerichtet: Wenn mans gern hat wenn viele Filme laufen, dann ist das Konzept der privaten schon recht eingängig. So relativ gut wie sie da sind, so relativ schlecht sind sie aber, was das meiste andere angeht. Ganz besonders sieht man das bei Live-Shows und größeren Veranstaltungen. DSDS gegen Wetten dass zu stellen ist vielleicht nicht unbedingt ein valider Ansatz, aber selbst da kann man, lässt man das Konzept mal weg und nimmt nur die Showas ansich, deutlich den Unterschied erkennen. DSDS mit diesem aufgeweichten Blinkestudio mit Profil bzw. Identität eines Osram-Testparcours.. bäh. Selbst große Outdoor-Events können die öffentlichen einfach besser als die privaten, man sieht da halt dann schon immer die Qualität.

Selbst im kleinen merkt man es ganz deutlich, Beispiel N24: Dort haben sie jetzt das Bluebox-Studio wiedererfunden. Aber statt es ordentlich zu machen und einen realen Hintergrund zu nehmen stellen die ihre Moderatoren gleich in eine komplett gerenderte Scheusslichkeit, und sind auch noch stolz darauf die C64-Grafik fast genau getroffen zu haben.

Aber auch so im kulturellen Bereich haben die Einzugszentralenfinanzierten Jungs was drauf, durch Zufall habe ich mal den “Poetry Slam” erwischt. Ein Wettbewerb, wo sich einfach Leute hinstellen, und Poesie vor Publikum vortragen. Wird ganz sicher kein Pflichtprogramm für mich, aber ich finde das schon generell nicht uncool.

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