«

»

Erste Sandwich-Gehversuche

Schon seit ewig lang beneide ich Amis, Briten, und eigentlich den Rest der zivilisierten Welt, um ihre Sandwichmachfähigkeiten. Ich elaborierte schonmal darüber, dass jeder das kann, nur der deutsche Michel nicht. Und spätestens seit ich meine eigene Wohnung habe schiebe ich den Plan vor mir her mehr in diese Richtung zu experimentieren.

Also in den WalMart getapert, Zutaten besorgt, losprobiert. Als erstes habe ich besonders den amerikanischen Toast für mich entdeckt. Der schmeckt pur zwar noch widerwärtiger als normaler Toast (und kaut sich dann wie ein Stück Geschirrtuch), ist aber etwas größer, und eignet sich sehr gut zum Sandwich-machen. Jedes gute Sandwich braucht ausserdem irgendeine Creme-Grundlage. Da habe ich mich schwer getan: Normalerweise hasse ich alles, wo “Creme” draufsteht. Creme ist ein Industriebegriff für “Matsch, der den eigentlich zutreffenden Namen nicht verdient”. So wie “Salatcreme” und “Pommes-Sauce” eben durchaus nicht Mayo meinen. Da ich nichts besseres wusste und sie immer mal ausprobieren wollte habe ich die Salatcreme Miracel Whip in der Dosierflasche mitgebracht. Jedes mal wenn ich die Flasche sehe denke ich jetzt an ne typische Ruhrpottmama: “Womit hast du den Salat gemacht?” – “Dad is mit dem Miraaaaahkel Wipph”. Aber gut. Wurst und Käse habe ich erstmal normal besorgt – und noch ein Tütchen Salat.

Das erste Experiment – mit Emmentaler, Salat und Kassler – hat schon nicht so schlecht geschmeckt. Es war aber eindeutig zu wenig Creme drauf. Und ich habe festgestellt dass es verdammt schwer ist den Salat auf dem Ding halbwegs unter Kontrolle zu halten. Da muss ich unbedingt nochmal ein professionelles Sandwich zu unter die Lupe nehmen. Die haben da ja immer vier Lagen Salat drauf – was auch geschmacklich okay ist – aber da bleibt der Salat im Sandwich, während ich selbst meine reingebröselten Eisbergflöckchen fast alle auf dem Weg ins Wohnzimmer verloren hab. Oh, und – Cherrytomaten als Ersatz für echte Tomaten sind auch nicht optimal. Andererseits sind mir echte Tomaten dann doch auch wieder zu groß, so eine einzelne Tomate kriege ich doch kaum aufgebraucht.

Gewisse Sorgen machen mir noch die Wurstbeilagen. Ich habe mit Kassler und mit Römerbraten experimentiert. Soweit war das nicht schlecht. Aber auf einem echten Sandwich werden ja mehrere Fleische kombiniert. Das muss ich noch irgendwie richtig hinkriegen. Die beiden zusammen würde ich jetzt nicht testen wollen, glaube ich. Dafür ist Emmentaler als Käse eine sehr gute Wahl, nicht zu vordringlich, nicht zu dezent.. Einen ersten Erfolg konnte ich mit einer Kombination aus Spanferkelbraten und Schweinerostbraten erzielen – das ging schon einigermaßen.
Tja, mal sehen – die ersten Schritte sind getan, und sie sind nicht schlecht verlaufen. Ich bin zufrieden! Und habe an einem Abend fast die ganze Packung Toast durchgebracht.

2 Kommentare

  1. Jott

    Sammy’s Super Sandwich?

  2. lampe

    Ne. Golden Toast.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>