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Brebicet

Als bekennender Käse-Fan stand unweigerlich noch ein kompletter Themenblock von mir unangetastet im Raum: Schafskäse. Ein schwieriges Terrain, da ich damit irgendwann schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hab. Also ganz vorsichtig ein kleines Blöckchen “Brebicet” (brebis = Mutterschaf) von 125 Gramm für knackige 2,19 Euro gekauft.

Es bleibt leider dabei – Schafskäse ist nicht so mein Fall. Aber gehen wir langsam in die Details: Der Käse hat eine leicht feuchte, sehr stabile Rinde, und ist recht druckfest. Der Teig ist extrem weißlich, und ziemlich klebrig – er läuft jedoch nicht aus, was gut ist. Das Stück riecht kaum, man muss mit der Nase schon sehr nahe beigehen, um das extrem erdig-grasig-kellerige Geruchsbild aufzufangen.

brebicetklotz_070527_1.jpgNicht schön ist das mit dem Einwickelpapier: Der Hersteller hat einen Trick gefunden das Papierchen so geschickt zu falten, dass es sehr klein bleiben kann. Dadurch schafft es der normale Mensch aber nie mehr wieder, den Käse komplett einzuwickeln und so im Kühlschrank zu lagern.

Ungefähr so wie er riecht schmeckt der Käse dann auch – tatsächlich ein wenig vergleichbar zum Unterschied zwischen Lamm und Kuh, was Fleisch angeht. Der Schafskäse schmeckt etwas strenger, schärfer als die Kuhvariante. Und sehr, sehr cremig, wie alle Schafskäse sind. Ansich gar nicht so schlecht, aber dauernd kann zumindest ich den nicht essen.

Eine Spezialität muss ich noch ausprobieren, die heißt “Chevre Chaud”, heißes Schaf: In Frankreich werden kleine Schafskäsetaler kurz im Ofen erhitzt, bis das innere leicht flüssig wird, und dann auf einen grünen Salat gelegt, der mit einem Senf-Dressing angemacht ist. Ob ich das – insbesondere das Senf-Dressing – so hinkriege sei aber mal dahingestellt.

1 Kommentar

  1. Loco

    Chèvre chaud wird aber, wie der Name sagt, mit Ziegenkäse gemacht (la chèvre ist die Ziege, le chèvre der Ziegenkäse). Stinkt meiner Meinung nach erbärmlich, ich bevorzuge den Chèvre kalt und hauchdünn geschnitten.

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