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Wenn einer eine Reise tut..

Es ist bestätigt: Ich muss/darf/kann/soll eine Firmenreise machen. Jetzt kann nur noch dazwischenkommen, dass ich definitiv nicht über die Osterfeiertage fliegen werde, was aber gegenwärtig als Termin angesetzt ist. Wir werden sehen, was sticht.

Indien. Bundesland Karnataka. Hauptstadt Bangalore. Rechnet man die achteinhalb Stunden Flugzeit und die viereinhalb Stunden Zeitverschiebung gegeneinander auf kommt man zu dem Ergebnis, dass man von Frankfurt aus zum Arsch der Welt unterwegs ist. Das aber immerhin täglich mit einer 747 der Lufthansa, die um 01:20 landet, und um 03:20 wieder abfliegt. Gewiss ein lauschiges Plätzchen, das.

In Bangalore leben 6 Millionen Menschen. Der Durchschnitt davon ist Fachkraft der IT oder aus Luft- und Raumfahrt, lebt in einem Slum, und hat drei Stunden Arbeitsweg. Davon gehen zwei Stunden auf das Konto von wegversperrenden Kühen. Und unser Hotel hat (in jedem Zimmer) eine Klimaanlage, einen Kühlschrank und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für wenigstens zwei Stunden.

Also. Ich freue mich wirklich auf die Reise. Alleine schon unter den kulturellen Aspekten. Aber auch, weil damit ein schönes Projekt verbunden ist, das sicher Spass machen wird – und sich nebenbei auch noch gut auf der Vita macht. Aber angesichts Indiens wird einem schon etwas blümerant, muss ich sagen. Das ist so ganz anders als alles, was ich bisher so gemacht habe. Ich war zwar mal in Thailand, aber das noch mit meinen Eltern und in einer Reisegruppe.

Heute habe ich mich gleich mal amtlich impfen lassen. Und, wie man das als Mann so macht, ordentlich, also über das “Tropenmedizinische Institut”. Zwei Stunden Wartezeit, um dann acht Minuten mit einer gestressten und einem abgehalfterten Assistenten zu sprechen, die den ganzen Tag fließbandimpfen. Ich habe bekommen: Poliomyelitis, Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A, Typhus und ein Privatrezept für Malarone. Sie haben bekommen: 110 Euro – für eine glasklare Menge Flüssigkeit, die nichtmals einen Fingerhut füllt. Aber wenigstens die Krankenschwester an der Kasse war freundlich.

Auf dem Weg zurück habe ich gleich Passbilder machen lassen, denn der nächste Arschkrampf zeichnet sich bereits ab: Das Visum. Da lernt man erstmal die Reisefreiheit in der EU ganz neu zu schätzen. Ich berichte zu gegebener Zeit mehr..

3 Kommentare

  1. Toni

    Indien. Sicher ein interessantes Plätzchen. Ein Freund von mir verbringt die ersten zwei Februarwochen im Jemen. Wird sicher nicht… ganz ungefährlich, wenn man bedenkt, dass erst kürzlich mehrere belgische Touristen dort abgeballert wurden. Bei dir wird das in Indien hoffentlich etwas gefahrloser vonstatten gehen.

  2. lampe

    In Indien soll es vergleichweise friedlich sein.

  3. Sab

    und die inder haben eher ente als steak aufm speiseplan ;-)

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