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Was so los ist.

Vor einem Monat war ich mit meiner Freundin und den Jungs grade in Berlin – und habe so ganz langsam den ansteigenden Indien-Reisedruck gespürt. Vor einem MONAT. Mensch. Auf der anderen Seite bin ich gerade ERST wieder zwei Wochen zurück. Sehr seltsames Zeitgefüge irgendwie..

Jedenfalls – im Moment ist eine ganze Menge los in meinem Leben, das habe ich ja schon umrissen. Erstmal habe ich un-glaublich viel Arbeit in der Firma. Aber langsam, gaanz langsam fällt der Projektdruck ab, und es zeigen sich wieder erste Anzeichen von Alltag – so wenig mir das auch schmeckt: Ich liebe die Projektarbeit: Man fräst sich unter ansteigendem (Zeit)Druck durch unglaubliche Mengen Arbeit, lernt riesige Mengen neuer Dinge, fachlich und sachlich, lernt viele neue Leute kennen, und wenns gut läuft kriegt man zum krönenden Abschluss von der Firma den Roadtrip spendiert. Danach ein paar Wochen Aufräumarbeiten – und dann geht das ganze von vorne los.
DAS ist meine Vorstellung von Arbeit. Das besonders spannende daran finde ich, dass man im Rahmen von Projekten so unheimlich viele Regeln außer Kraft setzen kann, und dass alles irgendwie Ausnahmezustand ist. Niemand kommt einem mit Prozessen oder Workflows, mit Wartezeiten oder Entschuldigungen – der Zeitdruck schweißt alle zusammen.

Tja – wie es scheint werde ich aber erstmal kein Projektmanager werden, denn die Firma hat mir einen neuen Titel spendiert: Customer & Community Support Manager. Kein Junior mehr. Aber auch kein Projektmanager. Meine neue Chefin und ich haben das zwar als Erfolg gefeiert (was es auch ist gemessen daran, dass meine beiden vorherigen Chefs den Junior nicht wegbekommen haben) – mit Beförderung oder Vorrankommen hat das aber nichts zu tun. Es ist nur der legitime Weg die Arbeit, die ich mache, zu beschreiben.

Das nächste Projekt ist insofern auch eher einfacher: Ich soll noch mehr Arbeit übernehmen, diesmal von einem scheidenden UK-Kollegen. Auch wenn ich dann für UK die Arbeit mache, die ich jetzt für DE schon tue, begegne ich dem mit einer gewissen Gespanntheit: Um diesen Job zu machen muss man schon SEHR gut in Englisch sein. Ich finde zwar dass ich das nicht gerade schlecht kann, aber “SEHR gut” bedeutet hier immerhin sowas wie “nahe am Muttersprachler”. Und das ist schon eine Herausforderung. Na, wir werden sehen.

Oh, nicht zu vergessen – vorher kommt noch das Umzgs”projekt”: Die Firma bezieht ja mal wieder ein neues Gebäude. Und bis wir dahin umziehen muss ich drei Lagerräume und mein Büro mehr oder weniger auf-, um- und ausräumen. Und natürlich darf darunter mein Tagesgeschäft keinesfalls leiden. Wie klappen soll konnte mir bisher keiner sagen. Aber naja. Schlafen wird eh überbewertet.

Und dann wäre da noch die Kleinigkeit meine Wohnung auf Vordermann zu bringen, denn in wenigen Tagen kommen meine Freundin und die Kinder her – und dafür sollte es hier halbwegs anständig aussehen. Das ist nicht mehr als ein Kunststück, denn geputzt habe ich nicht mehr, seit das Projekt losging. Also seit Januar. Vielleicht sollte ich doch dem Rat meiner ehemaligen Chefin folgen, und mir eine Haushaltshilfe besorgen. Zugegeben, es hätte schon was nicht alle drei Monate zwei Tage wie bekloppt die Wohnung schrubben zu müssen, damit man Besuch hier auch reinlassen kann.

Oh, das erinnert mich: Ich muss ENDLICH mal noch eine kleine Abschiedsparty organisieren. Wenigstens mit Julia und meiner alten Chefin. Aber da Julia bis Mai erstmal noch nicht wieder hier ist hat das noch Zeit, nur vergessen will ich das nicht.

Und das waren auch schon wieder die großen Dinge, die in meiner kleinen Welt so vor sich gehen.. nicht viel eigentlich.

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