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BurgerKing holt auf.

“Was spricht er wirr” mag manch einer denken, der mich als absoluten McDonald’s-Verfechter kennt.  Aber es ist wahr – zum ersten mal schmeckt mir ein Aktionsbuger von BK besser.

Der Kampf lautet: “M” gegen “New York Steak Sandwich”. Beim Namen haben sich beide nicht mit Ruhm bedingst. Einen Burger “M” zu nennen ist.. naja. Ich meine. Nech..? Und “New York Steak Sandwich” ist halt dröge Speisekartenlyrik, besonders wenn das Steak aus Irland kommt.

Was habe die Kontrahenten zu bieten? Der M bietet erstmal überraschend wenig.  Er schmeckt nicht unbedingt schlecht, aber es ist eben auch nichts besonderes. Rind, Käse, Tomate, Salat, Brötchen.  Das hat der TS auch auf Lager (außer dem Käse), er ist nur kleiner und weniger teuer. Dafür gibt es beim TS etwas anderes, nämlich – neben der auf dem M fehlenden Sauce – “100% Rinderhackfleisch”, mit denen sich McD gern brüstet. Aber was ist dann im M drin – Fleischersatz? Offenbar trifft es das, denn wenn sogar McDonald’s vom Lebensmittelrecht gezwungen wird zum “zarten Rindfleisch” zwei Sternchen anzufügen, die sich zu “Fleischzubereitung” auflösen, dann sehe ich die Separatorenfleisch-Dokusendungen wieder ganz deutlich vor mir. Buahh – und dafür löhnt man dann auch noch extra.

Was gibts denn beim hungrigen Jakob (*). Ein Steak-Sandwich. Gut – Sandwiches gab es erst in der letzten Aktion, und die waren alle kacke. Diesmal soll, so die ewige Nummer zwei der Burgerbraterei, aber mal alles anders werden. Fix designed finden wir vor: Ein echtes Baguette. Zusatz: Knusprig, Das klingt verdächtig. ECHTES Baguette in einem Schnellrestraurant? Da kann was nicht stimmen. Also – nicht nur, dass es eigentlich ein Stilbruch ist, es ist auch spannend, wie sie das denn technisch lösen. Desweiteren haben wir Steak. Nicht aus New York, dafür aus Irland. Das passt mir gut, in Irland gibt es mehr Gras. Verdächtig ist aber der Begriff “Steak”, denn das darf kein Hackfleisch sein – und neben Hühnchenbollen habe ich bisher noch keine Experimente mit Echtfleisch gesehen. Und darüber hinaus krönt der König das Werk mit gebratenen Zwiebeln  wohlgemerkt, GEBRATEN – mit Senfsauce und mit Feldsalat. Die letzten beiden sind eher mittelspannend, es war nur eine Frage der Zeit bis die gute alte Rauke auch den Burger erobert, und Senfsauce ist eigentlich eher schon lange überfällig.
Flugs zum Geschmackstest geeilt – und den Meilenstein von mehr als fünf Euro für den einzelnen Burger nur mühsam verwunden. Doch, hurra: Das Brötchen hat Knusprigkeitsansätze! Und, hurra: Es ist ein echter Steakfleischfetzen. Etwa zwei millimeter dick, aber es sieht sehr nach echtem Fleisch aus. Und, hurra: Alles andere ist auch da. Die Komposition ist gut geworden. Das Saucentuning könnte man noch ein wenig intensivieren, aber insgesamt schmeckt das Gerät WIRKLICH nach einem Steakbrötchen!

In der Summe bin ich erstaunt. Erstaunt, wie viel McDonald’s in letzter Zeit falsch macht, und wie viel BurgerKing in letzter Zeit richtig macht. Erst vor kurzem hatten sie ein Gerät mit Blauschimmelkäsegeschmack, das mich auch SEHR gefangen hatte. Wenn das so weitergeht könnte das Rennen spannend werden, sogar für Erzkonservative McDer wie mich.

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