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Der ESC 2008

Gestern Abend haben mich Freundin und Kinder gezwungen den “Eurovision Song Contest” (aka. Grandprix de la Chanson) 2008 zu gucken. Grundsätzlich hasse ich den ja, weil sich bei mir damit nur Erinnerungen an volksmusiknahe Erfahrungen verbinden, was ja ganz und gar nicht mein Fall ist. Ein paar Bemerkungen dazu.

  • Ich finde wir haben unverdient die Arschkarte gekriegt. Niemand – außer den neutralen Eidgenossen – sah sich zu Nachbarschaftspunkten bereit, und SO viel besser fand ich die anderen wirklich nicht. Und die Angels haben das wirklich nicht schlecht gemacht, gemessen daran dass wir sogar schon Guildo Horn da hingeschickt haben.
  • Mein persönlicher Favorit war Litauen. Das Piratending. Einfach ein freundlicher Song mit einer schönen Melodie.
  • Am schlimmsten fand ich die französische Nummer, das mit den Bärten und so. Ganz ganz schrecklich.
  • Die Musikqualität hat sich in den vergangenen Jahren offenbar deutlich verbessert. Es waren noch immer nicht alle Songs nach meinem Gefallen, aber der Anteil an Pop und Rock war doch recht hoch.
  • Von der Bühne war ich extrem beeindruckt. Komplett LCD/LED-Betrieben und transparent, wodruch die dahinter angebrachte Lichttechnik zusätzliche Effekte erlaubte. Die beiden Hosts auf der Bühne waren in Ordnung, lediglich die beiden im “Greenroom” und die Tante auf der Straße hätten besser sein dürfen. Insgesamt eine wirklich gelungene Show.
  • Die Kommentare von Peter Urban waren jetzt nicht übermäßig berauschend, auf der anderen Seite hat der Muttersprachen-Kommentator da ja eh immer einen sehr undankbaren Job.
  • Ich wüsste wirklich gerne, ob das nicht nur ein Prestigeobjekt ist, sondern auch wirtschaftlich was bringt, so in der Gesamtrechnung.

Vielleicht sollte ich meine Vorurteile beiseite packen, und das doch mal öfter gucken.

1 Kommentar

  1. Toni

    Über den Beitrag der No Angels lass ich mich an dieser Stelle mal ebenso wenig aus, wie über das “Piratending” und die dummschwätzerischen Kommentare von Peter Urban, der ja fein durch Kommentare à la “Da sieht man mal, was Landarbeit leisten kann” glänzte, als der Israeli Boaz Mauda seinen Titel performte. Zur Bühne: Naja, es gab schon größere Bühnen. Wenngleich diese wieder größer als jene in Finnland letztes Jahr war, hoffe ich mal, dass die Russen das Ganze wieder etwas pompöser gestalten. Auch das Rahmenprogramm war ja, gemessen an dem aus Athen 2006 beispielsweise, ja echt mal mies. Die beiden Backstagemoderatoren fand ich toll. Besonders während der Halbfinale, wo sie auch mal selbst zum Mikro griffen, um zu singen. Fand ich echt lustig. – Auch die beiden Hosts waren okay. Wenn ich mich da an die Ukraine 2005 erinnere, wo die echt nur am rumgröhlen waren…. puh, das war voll die Erholung dieses Jahr! Insgesamt bin ich, wenn man vom deutschen Aspekt abkehrt, sichtlich erfreut, wie oben bereits angedeutet, dass Russland gewonnen hat – obwohl ich den Song zugegebenermaßen nicht wirklich toll finde. Ich bin gespannt, was DIE so auf die Beine stellen werden… :} BTW: Es steht mittlerweile nicht nur fest, dass der ESC 2009 aus Moskau kommt, sondern auch, dass dem Gewinner Dima Bilan demnächst auch eine Straße gewidmet wird, die nach ihm benannt werden wird. ;)

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