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Irgendwie gut

Eine immer wiederkehrende Frage, wenn ich so von meinem gelegentlichen Reisealltag erzähle, ist: Ist das nicht stressig und belastend? Die Antwort ist gar nicht so einfach.

Prinzipiell und objektiv ist es das. Aber irgendwie lernt man wohl das alles abzuwettern, und es einfacher zu nehmen. Solange ich mein Handy und meine Kreditkarte habe kann mir in weiten Teilen der Welt nicht viel passieren – das ist in der Hinsicht eine sehr wertvolle Erkenntnis.

Ich brauche in meinem Leben auch gelegentlich einfach solche Stressschübe und richtige Abwechslung, sonst würde mir glaube ich bald sehr langweilig und eintönig werden. Dadurch lernt man das einfache Leben und das “Zuhause” auch wieder viel mehr zu schätzen. Ich persönlich finde dadurch außerdem immer ein bißchen zu mir selbst zurück.

Und natürlich ist das Gefühl nicht zu verkennen. Wenn der erste Weg aus dem Transitbereich zum CheckIn führt, um die Boardkarte für den nächsten Tag abzuholen, und wo man dann am Schalter auf die Frage “Sind Sie extra dafür zum Flughafen gekommen?” mit “Ach, naja” antworten kann. Und während man im Taxi nachhause sitzt nutzt man die Zeit, um gleich das für den nächsten Morgen zu bestellen. Man kommt sich für die paar Tage, die es dauert, einfach größer vor, als man ist.

Ich würde das nicht eintauschen wollen.

1 Kommentar

  1. HP

    Ja, das verstehe ich sehr gut. Da ist viel dran! Wir sollten die Gefühle nicht unterschätzen. Wir erleben fühlend unsere Welt, unser Leben. Fühlen ist SEIN!

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