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VERFLUCHT sei der Tag

Manchmal hat man so Tage. Also. Die Frauen öfters, dafür mit mehr Grund. Ich seltener, dafür grundsätzlich ohne Grund. Will sagen: Ich hatte heute *ausnehmend* schlechte Laune, die sich auch den ganzen Tag weder mit essen, noch mit rauchen, noch mit Musikhören, noch mit Nixtun bessern ließ. Und das sind ansonsten sehr probate Mittel! Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Gefühlt war die komplette Welt nur darauf aus mir ganz persönlich die Laune zu versauen. Erfolgreich, fraglos.

Und das ganz besondere Schmankerl, welches der Tag für mich bereithielt: Nachdem ich die Fresse amtlich dick hatte bin ich gegen halb neun ins Bett gegangen. Das ist für mich wirklich früh. Aber der Tag hatte eh nichts mehr zu bieten, und ich wollte ihn nur noch rasch hinter mir lassen. Also nichts wie zügig eingeschlafen, mit Glück früh wach geworden, und dann den frischen Tag – vielleicht mit einer kleinen Sünde bei McD? – willkommen heißen, alle Sorgen hinter sich gelassen, hinein in eine bestimmt strahlende Sonne und auf zu neuen, großen Taten.
Wann bin ich schlagartig wieder vollkommen wach gewesen? Um elf. Genau da wo der Weg nach vorne echt noch am verflucht weitesten und steinigsten ist. Alles wäre gegangen, sogar drei oder vielleicht auch noch zwei hätte ich irgendwie zum funktionieren gebracht. Aber elf ist doch nichts weiter als mutwillige Verarsche schwer arbeitender und besonders leidender Menschen. Und ich kann nicht einmal jemandem dafür aufs Maul hauen.

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