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Die eigentliche Reise

Vorab kann ich wohl sagen, dass die eigentliche Reise gar nicht besser hätte laufen können. Alles hat wunderbar zusammengepasst.

Genau in der Zeit aufgestanden und alles fertig gemacht, gemäß meinem schon vorher fertig gemachten Laufzettel dem Blockwart eine Visitenkarte eingeworfen, damit er mich mal anrufen kann wenn das Haus niederbrennt, die Sonnenbrille aus dem Auto geholt, auf dem Weg zur Wäscherei das Taxi bestellt, in der Wäschrei die letzte Hose abgeholt, hoch, Hose eingepackt, fertig gewesen. Taxi zum Flughafen, einchecken, Koffer abgeben, Security, und praktisch direkt durch ins Flugzeug gelatscht.

In Frankfurt pünktlich angekommen, nur ein klein wenig im Flughafen verlaufen, noch mit der Julia Abschiedstelefoniert, Gate gesucht und gefunden, während dem warten noch bei allen verabschiedet, eingestiegen, Sitzplatz gesucht. Ich hatte eigentlich einen Gangplatz gebucht, aber da die Maschine fast ganz leer war konnte ich mir sogar eine eigene Fensterreihe sichern, das war gut. Der Flug ging mit etwa zehn Minuten Verspätung los, aber auf der Strecke von acht Stunden holen die das ja locker wieder raus. Insofern keine Besonderheiten.

Den Flug habe ich mir dann recht gut vertrieben. Erstmal habe ich – schaudernd im Angesicht der Tatsache dass ich da jetzt acht Stunden rumsitze, mir eingeredet, dass das auch nicht mehr als ein Arbeitstag ist – und ich ihn als Arbeitstag angerechnet bekomme und ihn damit verbringe aus dem Fenster zu gucken. Hähä!
Dann habe ich einmal die ganze Musik auf dem Blackberry gehört, bis das Essen kam. Bei mir war das Gericht mit Huhn leider schon aus, und da ich Indisch-Vegetarisch – die Alternative zum Huhn – nicht wollte ging bei den Saftschubsen die Rennerei los für mich irgendwelches anderes Essen im Flugzeug zu finden. Haben sie schließlich – in der Business Class. Das musste aber erstmal aufgerwärmt werden, deswegen habe ich das Tablett mit dem Salat schonmal vorab gekriegt. Und als das Essen dann schließlich kam gab es nochmal das Tablett mit dem Salat – aber gegen zwei Hauptgerichte protestiere ICH sicher als letzter.
Nach dem Essen ging der erste Film los – das war aber einer mit nur Hindi-Tonspur und englischen Untertiteln. Und die die ganze Zeit von dem lächerlich kleinen Kabinenmonitor abzulesen war mir zu blöd. Also habe ich stattdessen die beiden Radiokanäle durchgehört und an der Schulung für Indien gearbeitet – die Musik war sogar echt relativ gut – bis der zweite Film losging, der dann sogar eine deutsche Tonspur hatte (Lufthansa – nicht Indian Airways). Das war Australia mit Kidman und Jackman. War.. okay. Unterhaltung für den Flug halt.
Nach dem zweiten Film kam auch schon quasi sofort das zweite Essen durch, Abendessen – diesmal mit Chicken für mich, dafür aber ohne zweiten Salat. Hat aber nix gemacht.
Und direkt nach dem zweiten Essen ging auch der Landeanflug schon mächtig los, hin zu einer Landung zwanzig Minuten vor der Zeit in Bangalore, auf dem tollen neuen Airport. Der ist übrigens eine echte Verbesserung gegenüber dem alten, der ein amtlicher Moloch war.
Eingereist, Gepäck gefischt, und meinen Fahrer gesucht. Den auch direkt gefunden, und nach über einer Stunde fahrt vom Flughafen hierher im Hotel angekommen. Ich habe dann nur eingecheckt, meine Sachen hingeworfen, und bin direkt rüber ins nebenan liegende Callcenter, um meinen kleinen Freunden hallo zu sagen. Und dann war, nach 7500 Kilometern und 16 Stunden, auch Schluss. Bett und gut!

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