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Wer viel hofft..

Vor einer Woche hoffte ich noch – so dokumentiert es mein Blog. Ich hoffte auf eine Woche mit vielen Ereignissen, mit einem neuen Auto, mit Freigaben für Dienstreisen, mit deutlichem Vorrankommen auf der Arbeit. Geschehen ist davon genau gar nichts.

Die Woche war so wenig ereignisreich wie meine Wochen im Durchschnitt eben so sind: Irgendwann gewöhnt man sich einfach daran keinen verdammten Tag mal irgendwie regelmäßig und planvoll arbeiten zu können, sondern stets nur irgendwelchen neuen Sachen hinterherzuhechten. Und, in dem Zusammenhang, kann man von Vorrankommen natürlich auch genau gar nicht sprechen, denn jeden Tag ist schließlich irgendwas besonderes, was man jetzt-sofort-gleich erledigen muss. Abgesehen davon war ich die ganze Woche träge – mit entsprechend schlechtem Gewissen.

Freigaben für Dienstreisen gab es selbstverständlich nicht, denn der Chef meiner Chefin hat zwar jetzt ein Budget um die Reisen zu bezahlen, muss aber für jede einzelne Reise neu bei seinem Chef (!) um Erlaubnis fragen, ob er das denn genehmigen darf. Einen markanten Unterschied gibt es allerdings: Während man sich bisher jede Taxifahrt einzeln freigeben lassen musste hat meine Chefin tatsächlich um Pauschalfreigaben für soundsoviele Reisen nach da und da gebeten. Genaue Details dessen was sie angefragt hat hat sie mir nicht enthüllt, ich gehe mal davon aus dass es auch das ist, was ich angefragt habe.

Und das neue Auto hat es in aller-letzter Sekunde doch nicht gegeben. Hinternis war: Die Erwartung des Händlers, ich würde 23.490 Euro in Bar bezahlen. Von vorne herein hatte ich gesagt, dass ich das Auto Freitag dann haben will – um Familie und Freunde damit überraschend zu können. Und Mittwoch eröffnen sie mir dann, dass sie mir die Papiere nur bei vollständiger Bezahlung aushändigen können. Schließlich würden sie ja alle Papiere aus der Hand geben, womit sie anschließend ja gar keine Handhabe mehr hätten. BITTE? Genau DESWEGEN unterschreibt man doch wohl einen Vertrag, genau deswegen prüfen sie doch wohl den Personalausweis, und-so-weiter-und-so-fort. Auch auf eine Anzahlung ließen sie sich nicht ein, und auch nicht auf irgendwelche Mischformen wie sie behalten den Brief – nein, das Auto wird nur gefahren wenns auch bezahlt ist. Umgekehrt sind sie mir bei einem anderen Problem, nämlich den Nummernschildern, verdächtig weit entgegengekommen: Auf meine Frage ob sie mir ein Kurzzeitkennzeichen besorgen können meinten sie, wir würden einfach ihre Nummernschilder dranlassen, ich müsste dann nur für sie die Arbeit des abmeldens übernehmen. Wos? Einerseits wollen sie mich das Auto nicht fahren lassen wenn es nicht bezahlt ist, aber andererseits kann ich die Nummernschilder, Steuer- und Versicherungsmeldung des Autohauses für einen Trip über bis zu 1000 Kilometer benutzen? Bei so vielen unwägbarkeiten hab ich dann die harte Notbremse gezogen, und ihnen gesagt, dass ich das nicht mehr möchte. Also weitergucken – da die Familie eventuell in zwei Wochen zur IFA möchte brauche ich bis dahin ein klimatisiertes Gefährt!

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