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Erster Tach rum

Tadaa, nach siebeneinhalb Monaten Pause habe ich gestern wieder den ersten Tag gearbeitet. Und nach mehr als einem Jahr habe ich wieder was anderes gemacht als Sachen zuzumachen oder an andere zu übergeben.

Man könnte fast sagen, es ist ein völlig neues Lebensgefühl wieder in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem die Dinge vorwärts gehen – und nicht abwärts.

Und es ist mir, trotz dieser langen Zeit, gar nicht schwer gefallen. Binnen ungefähr zwei Stunden war ich wieder voll drin im professionellen Arbeitsleben, habe mit Kollegen gearbeitet, Entscheidungen getroffen, Informationen eingeholt, verteilt, bewertet – eben was man in einem Büro so tut.

Eine ganz besondere persönliche Genugtuung war, dass ich schon am ersten Tag ein bißchen von dem was ich in meiner “Arbeitspause” für mein Webseitenprojekt (airports.palzkill.de) gelernt habe (konkret: JSONP) anwenden konnte. Also – nicht professionell, in diesem Sinne. Ich habe das nicht programmiert, dafür kann ich das nicht gut genug. Aber ich konnte mit den Programmierern darüber sprechen und wusste worum es geht.

Und es war seltsam mit den meisten Menschen dort die gleiche “Arbeitssprache” zu sprechen, wie bei meinem vorerigen Brötchengeber. Das ist, äh – etwas kompliziert zu erklären: Irgendwie gibt es bei vielen modernen Medienunternehmen – meine bevorzugte Zielgruppe – eine recht einheitliche “Sprache”, die so im Büro gesprochen wird. Man geht nicht in eine Konferenz, sondern in ein Meeting. Man orientiert sich nicht an Kennzahlen, sondern an KPIs.
Bisher dachte ich immer, dass das nur bei meiner alten Firma so wäre – und eine ganze Menge Leute da draussen hat immer eifrig genickt, wenn ich wieder solches Zeug gesabbelt habe: Das sei nur bei uns so. Aber, seltsam, in der neuen Firma werden genau die gleichen Wörter und Begriffe benutzt, im gleichen Zusammenhang und mit fast der gleichen Häufigkeit. Also noch ein Grund mehr sich gleich mal heimisch zu fühlen.

Ja. So ist das also.

Ein wenig fehlt es mir natürlich nicht mehr jederzeit machen zu können, was ich will. Aber es ist auch einfach eine große Erleichterung wieder wirklich sinnvoll arbeiten zu können / zu dürfen.

2 Kommentare

  1. JoyntSoft

    Es hat was, mal wieder etwas tun zu “müssen”, weil’s ein anderer sagt ;) Hauptsache ‘s macht Spaß!

  2. lampe

    Für mich ists regelrecht dürfen. Wenn sie mich jetzt noch dabei durch die Welt schicken würden, ich müsste mich zurückhalten sie nicht dafür zu bezahlen.

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