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Von Müdigkeit. Und Hitze.

Inzwischen habe ich mich hier wieder recht gut reingefunden – was vor allem bedeutet, dass ich 16 bis 18 Stunden am Tag arbeite. Schließlich habe ich einerseits hier sonst nicht viel zu tun, und andererseits bezahlt die Firma ja weiterhin eine ganze Menge Kohle dafür, dass ich hier bin. Die dürfen also auch was dafür kriegen. Und es macht auch einfach Spass mit den Agents mal wieder direkt arbeiten zu können – man kann einfach so viel in so kurzer Zeit regeln, und bekommt auch gleich Rückmeldung wie das funktioniert und ob das überhaupt eine Innovation war. Der Preis dafür: Müdigkeit.

Der andere Preis, den man in Indien während deren Sommer immer bezahlen muss, ist die Hitze. Auf den Callcenter-Floors ist es schon fast schneidend kalt durch die Klimaanlage – und draussen sind es 32 bis 35 Grad, die sich nur an Regentagen Nachts bis auf etwa 20 Grad abkühlen. Der Regen machts dann aber feucht, was auch so seine Schattenseiten hat. Unterm Strich: Das Klima hier ist eben einfach nix für Weicheier!

Ansonsten verfolge ich weiterhin interessiert die indische Kultur und deren Differenzen zu uns. Heute zum Beispiel wurde ich für total irre gehalten einer Putzfrau den Schlüssel zur Wohnung geben zu wollen. Zitat: “Giving a key to the servant??”. Im Gegenzug habe ich erfahren, dass man eine Maid, also ein Hausmädchen, schon für 800 Rupien im Monat kriegt, das sind so um die 13 Euro. Wohlgemerkt: Die kommt jeden Tag und auf Abruf. In diesem Fall nur für den Abwasch – trotzdem: MEINE FRESSE würde ich nichts mehr selber tun!

Na, und jetzt geh ich erstmal Mittagessen.

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