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Der letzte ganze Tag

.. ist hier bereits offiziell rum. Und er verlief sehr harmonisch. Zuerst habe ich es mir mit einer erneuten Magenverstimmung im Bett gemütlich gemacht, und immerhin vier ganze Stunden geschlafen. Dann, so gegen fünf (Ortszeit, natürlich), bin ich wach geworden und rüber ins Callcenter getapert – dem Online-Checkin zuliebe.

Diese Kasteiung war es wert – denn diesmal habe ich einen Fensterplatz ergattern können. Das wird also ein Heimflug mit Ausblick.

Danach habe ich die Agents der Nachtschicht noch bis zum Ausgang begleitet, und bin Richtung Hotel gelaufen. Dort gab es schon Frühstück – und so zum krönenden Abschluss habe ich mir das ein letztes mal reingetan. Und mich obendrein erneut über deren Sauberkeitsvorstellungen geärgert – denn die waschen ihr Geschirr hier offenbar nur obendrauf, aber nicht untendrunter.

Um acht war ich dann wieder im Bett – habe aber nicht so recht den Dreh zum schlafen gefunden, und nur rumgelegen. Ab zehn habe ich dann gepackt, geduscht und ausgecheckt, mir meinen letzten Coffee Day-Kaffee besorgt, und war wie bestellt um 12 im Callcenter – denn danach sollte es feiern gehen.

Nungut. Eine kurze indische Weile später, also kurz vor zwei, sind wir dann los Richtung Innenstadt, in ein griechisches (!) Barestaurant-Ding. Das war wirklich nett, nicht sehr groß, mit leiser aber guter Musik, nicht sehr voll, und gemütlich gehalten. Dort gab es dann viele geistige Getränke, “Schischa” – also Wasserpfeife – mit Melonen-Minz-Geschmack und Erdbeer-Geschmack, ganz viele sehr leckere Pommes zum knabbern, und ein nicht besonders leckeres Huhn-Irgendwas.

Zu uns sind einige Agents gestoßen, plus einige ehemalige, und eine via Telefon, sowie einer der kein Agent ist, und wir haben uns rundherum einen netten Nachmittag gemacht. Viel getrunken, gescherzt, diskutiert, und alles sowas eben. Alle haben mir wortreich versichert dass ich der coolste Kunde bin, den sie je kennengelernt haben, und dass sie sich mir sehr nah und verbunden fühlen. Hmpf – als ob es das einfacher machen würde!

Schlussendlich haben wir uns dann so gegen neun oder so verabschieded, ich wurde zurück ins Callcenter gefahren – wo ich jetzt gerade sitze, und darauf warte, dass es 3.30 Uhr wird, und ich wieder in Aktion treten kann: Koffer im Hotel abholen, zum Flughafen fahren lassen, durch den indischen Sicherheitskontrollwahn, und rein ins Flugzeug. Dort gibts dann erstmal Frühstück – und danach eine Mütze voll Schlaf für mich, so dass ich später nicht ganz total im Arsch bin. Gute Sache mit dem Fensterplatz also.

Damit bin ich dann im Bezug auf Indien bin ich in meinem Leben binnen einem Zeitraum von zwei Jahren und einem Monat drei mal dort gewesen, das waren insgesamt 41 Tage. Dafür habe ich 66 Stunden im Flugzeug gesessen, und dabei 51000 Kilometer zurückgelegt. In 21 Stunden bin ich dann seit 36 Stunden unterwegs, und 8800 Kilometer oder 12 1/2 Stunden geflogen, und schließlich und endlich: Daheim.

1 Kommentar

  1. HP

    Danke für den schönen Bericht. Ich freu mich, dass Du bald wieder hier bist. Gute Reise!!!

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