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Amerikanisches Backen

Der Kochexperimente nächster Teil: Nachdem ich bei den Hauptgerichten gewisse Erfolge erzielen konnte habe ich mich mal an eine Backware gewagt. Das ist bei mir eher selten der Fall, ich bin mehr der Typ für Hauptgerichte. Und als bekennender Fan der amerikanischen Küche habe ich mir mal eine der typischsten amerikanischen Backwaren ausgesucht: Carrot Cake & Vanilla Frosting. Also Möhrenkuchen mit einer Puderzucker-Frischkäse-Vanillegeschmack-Glasur. Das ist – natürlich nach dem Brownie – wirklich sehr amerikanisch. Ich hatte auf meiner USA-Reise sogar die Gelegenheit den mal zu kosten, sehr sehr sehr gut.

Also fröhlich Zutaten besorgt – was mich zu einem kleinen Gemüseexkurs bringt: Warum kriegt man fast jedes Gemüse lose – nur Möhren nicht? Halbkilo-Bund, 1-Kilo-Schale, 5-Kilo-Sack. Was soll denn das?? Ich kann verstehen, dass man Schnittlauchhalme nicht einzeln bekommt. Auch bei Lauchzwiebeln kann ich die Bundform gerade noch so nachvollziehen. Aber Möhren? Die sind nicht nur groß genug damit man ein Etikett raufkleben kann, sondern sie sind auch echt robust. Eigentlich perfekt – trotzdem habe ich noch nirgendwo Möhren lose gesehen.

Anyways. Ich hab also ein Rezept rausgesucht, einen Haufen Zutaten besorgt, Möhren geraspelt, mir an mehrere Monate (Jahre?) altem Puderzucker die Arme lahm gesiebt, alles vermanscht, in eine Form getan, und rein in den Ofen.
Was vergessen? Ja: Die Milch. In einen Kuchenteig, der schon 10 Minuten im Ofen stand, noch n viertelliter Milch reinkriegen ist echt ne Aufgabe.

Summa Summarum: Ein Kuchen. Mir schmeckt er wirklich gut.  Der Zimt im Teig sorgt für eine angenehme Würze. Die Nüsse für eine lockere Körnung. Die Butter-Öl-Mischung macht den Teig saftig und weich. Das Frosting trägt einen Süße-Kick bei.

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht so besonders hoch. In handwerklicher Hinsicht muss man beim verrühren des Teigs ein wenig aufpassen, der ist sehr fest und sehr voluminös. Da kann ein kleiner Mixer schonmal ins schwitzen kommen. Und beim anrühren des Frostings sollte man lieber ganz frischen Puderzucker verwenden, älterer Puderzucker klumpt und ist sehr aufwendig zu sieben.

Lange Rede, kurzes Bild:

6 Kommentare

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  1. lampe

    Ein, äh, Nachtrag dazu: Man sollte bedenken, dass der Kuchen durch die Butter-Öl-Zucker-Mischung un-glaublich mächtig ist. Ich bin ein guter Esser, und schaffe nur mit Müh und Not ein ganzes Stück davon.

  2. JoyntSoft

    Kenn’ ich nich’ – ess’ ich nich’! ;) Nee – im Ernst – ist mal was anderes. Vielleicht macht mein Frauchen ja auch mal sowas. Probieren geht über Studieren. Aber gehört hatte ich von diesem Kuchen tatsächlich noch nicht. :D

  3. Frauchen

    Sieht ja sehr lecker aus – fehlt nur noch das Rezept :-) Kann ich das mal haben bitte? Und ja: Möhren einzeln gibts doch, z.B. bei Edeka erst kürzlich gesehen und auch gekauft.

  4. lampe

    http://www.chefkoch.de/rezepte/27911006860341/Moehrenkuchen.html und http://www.chefkoch.de/rezepte/27921006860481/Vanilla-Frosting.html. Beim Kuchen habe ich, entsprechend einem der Kommentare, Butter und Öl gemischt – und beim nächsten mal nehme ich nur Öl, das macht den Kuchen sehr saftig. Und ich habe ihn länger dringelassen, etwa 70 Minuten. Das Frosting habe ich nach Anleitung gemacht, lediglich beim Vanillezucker habe ich ein Päckchen genommen. Und ich betone dringend nochmal den Hinweis, frischen Puderzucker (oder ein großes Sieb) zu verwenden, sonst siebt man sich n Wolf. Das mischen ist etwas anstrengend, aber wenn mans exakt nach Anleitung macht wirds recht gut. Bei mir war es auch nicht zu flüssig, allerdings habe ich den Kuchen auch vorher komplett abkühlen lassen, und es ausserdem noch mit Form verstrichen, damit es nicht runterlaufen kann. Ich bewahre den Kuchen im Kühlschrank auf – ich denke, kühl schmeckt er am besten. Lasst mich wissen wie es geklappt/geschmeckt hat!

  5. lampe

    Noch ein Nachtrag: Das nächste mal mache ich entweder die Hälfte des Teigs oder verstreiche ihn auf die doppelte Fläche (mit entsprechend mehr Frosting). So ist er eigentlich zu dick geworden.

  6. Jott

    Logisch gibt’s Karotten auch einzeln. Mach halt mal die Augen auf beim Gemüsekauf.

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